Technologie- und Prozessmanagement

Die von Biogas Nord installierten Biogasanlagen basieren auf dem sog. Speicher-Durchfluss-Verfahren. Hierfür werden ein oder mehrere Behälter (Fermenter) betrieben, die kontinuierlich mit Substrat durchflossen werden.

Unsere Fermenter- und Lagerbehälter sind stehende, zylindrische Behälter aus Stahlbeton. Größe, Anzahl und Ausstattung hängt von der Art und Menge der zu behandelnden Input-Stoffe ab.

Zum Eintrag der Rohstoffe in den Fermenter werden leistungsstarke Pumpen bzw. Feststoffdosiersysteme mit Förderschnecken, Schubböden oder ähnliche Fördereinrichtungen verwendet. Substrate für  Kofermentationsanlagen müssen vor der Ein- oder Ausbringung hygienisiert werden. Dazu werden sie für einen bestimmten Zeitraum auf eine definierte Temperatur erhitzt.

Die Fermenter sind mit bis zu vier Rührwerken und einem Tragluftdach zum Zwecke der Gasspeicherung ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine Doppelmembran. Diese besteht aus einer inneren Folie zur Gasspeicherung und einer äußeren Folie als Witterungsschutz. Wand- und Fußbodenheizung sind innerhalb der Betonwände des Fermenters installiert.  Die Außenwände des Behälters sind zur Wärmedämmung isoliert, und mit Trapezblechen verkleidet.

Nach der Reinigung des im Biogas enthaltenen Schwefelwasserstoffes, wird das Biogas in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in elektrische und thermische Energie umgewandelt.


Ein Teil der erzeugten elektrischen Energie wird zur Deckung des Strombedarfs der Biogasanlage genutzt. Der Hauptteil wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Die gewonnene thermische Energie wird zum Teil als Prozessenergie zur Beheizung des Fermenters genutzt, während der Wärmeüberschuss zur Deckung des Heizbedarfes von Wohnhäusern und Gebäuden sowie für  landwirtschaftliche oder industrielle Prozesse mit einem hohen thermischen Wärmebedarf genutzt werden kann.

 

Planung

Auf Basis eines detaillierten Erfassungsbogens erarbeitet Biogas Nord ein optimales Konzept für Ihre Anlage - mit einer umfassenden, individuell auf Ihren Betrieb zugeschnittenen Wirtschaftlichkeitsberechnung. Diese gibt dem Bauherrn einen Überblick über die notwendigen Investitionen, die zu erwartende Biogas- bzw. Energieproduktion sowie den voraussichtlichen Erlös der Biogasanlage.

Anschließend erarbeiten wir die Ausführungspläne für den Bau der Anlage auf Ihrem Betrieb. Wir erstellen die notwendigen Genehmigungsunterlagen, und unterstützen Sie bei der Beantragung von öffentlichen Fördermitteln.

 

Genehmigung

Biogas Nord übernimmt für Sie nicht nur die Erstellung der Unterlagen für Bau- und immissionsschutzrechtliche Verfahren, sondern führt auch Ihr Genehmigungsverfahren bzw. Ihr Vorhaben bis zur erteilten Genehmigung. Anschließend prüfen unsere Fachleute die Auflagen des Genehmigungsbescheides sorgfältig und führen das Gesamtverfahren zum erfolgreichen Abschluss.

 

Bau

Zum Team von Biogas Nord gehören Experten und Fachleute aus allen wichtigen Bereichen: Ingenieure, Biologen, Betriebswirte und Techniker. Jeder Schritt - von der Planung über die Errichtung bis zur Inbetriebnahme der Biogasanlage - wird so von einer erfahrenen Fachkraft begleitet.

Biogas Nord übernimmt die komplette Durchführung des gesamten Bauvorhabens mit einer eigenen Projekt- und Bauleitung sowie mit kompetenten und erfahrenen Montage-Teams.

 

Inbetriebnahme

Nachdem der Bau der Biogasanlage abgeschlossen ist, beginnt die Inbetriebnahme.

 

Hierbei ist insbesondere die Anfahrphase entscheidend. Dazu  muss die  Bakterienflora, welche mit injiziertem Impfsubstrat (z.B. Gülle) behandelt wird, aufgebaut werden, die optimale Substratzusammensetzung gefunden sowie Fütterungsmengen und -zeiten abgestimmt werden. Schließlich wird der Fermenter mit Hilfe von externen Heizmodulen erhitzt.